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Montag, 16.Dezember 2013

Ringertradition öffentlich gemacht - Ein Besuch im 1.Deutschen Ringermuseum in Schifferstadt

Bericht + Fotos von Gerhard Remus

Jeder Spitzenverband zählt zu seinen Aufgaben den Leistungssport, den Breitensport, die Nachwuchsentwicklung  und, das was für die Ringer insbesondere wichtig ist, die Medienwirksamkeit der Sportart ständig zu entwickeln und zu festigen. Ein kleiner Teil dieser  Wirksamkeit ist die Dokumentation und Hervorhebung der Tradition der Sportart insgesamt und der des Verbandes in jedem Land im Besonderen. Das erkannte der frühere Geschäftsmann und glühende Ringerfan (ohne jemals selbst auf der Matte gestanden zu haben) Jürgen Fouquet aus Schifferstadt schon vor Jahren. Er wollte seine private Sammlung, die auch komplette Nachlässe erfolgreicher Athleten vergangener Jahrzehnte beinhaltet, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Suche nach einer geeigneten Immobilie führte zu einem malerischen Fachwerkhaus in der Bäckergasse 2, mitten im Zentrum von Schifferstadt.  Das Museum wird als Einrichtung des gemeinnützigen „Verein  zur Pflege der Kultur des Ringkampfsports e.V.“ mit Sitz in Schifferstadt geführt und trägt sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Ein gewagtes Unternehmen für die Gründungsmitglieder damals. Doch in der vergangenen Mitgliederversammlung konnte, nach der Installation einer neuen Heizungs- und Alarmanlage sowie der Montage einer ausgewogenen energiesparenden Ausleuchtung der Ausstellungsräume und der Einrichtung zweier  Multimediaprojektionen,  eine stabile finanzielle Lage festgestellt werden. Um noch wirksamer aufzutreten, benötigt man doch weitere größere finanzielle Unterstützung. 

 

Solche Geldgeber zu finden, opfert  Jürgen Fouquet neben der weiteren Sichtung und Aufarbeitung seines bis zu 60 000 Stücke zählender Fundus, viel private Zeit; und er sammelt und sammelt ….  Natürlich ist die Tradition des deutschen Ringkampfsports dokumentiert, aber internationale Verbindungen bestehen deutlich.  Unterstützt wird diese Feststellung durch die Liste der vielen internationalen Besucher  des Museums. Auch die kleine Nationalmannschaft der Freistiler von Swiss Wrestling besuchte die Ausstellungsstätte vor einiger Zeit. Dem erfolgreichsten deutschen Ringer Wilfried Dietrich, dem „Kran von Schifferstadt“, gehört ein ganzer Raum der gesamten 120 qm umfassenden Ausstellungsfläche. Der ihm an Erfolgen  ebenbürtige Uwe Neupert hat seine Medaillen und weitere Erinnerungsstücke dem eifrigen Sammler in Schifferstadt übergeben und wird demnächst seinen Ehrenplatz im Ringermuseum erhalten. Die Leitung des Museums sieht die Ausstellung nicht als Hall of Fame, sondern als Bildungsstätte des Ringkampfsports mit der Darstellung der Geschichte und Tradition unserer Sportart. Wer nach Schifferstadt bzw. Rheinland-Pfalz kommt, sollte die Gelegenheit eines Besuches unbedingt nutzen. Jürgen Fouquet kann so manche kleine Anekdote oder Geschichte zusätzlich dem Museumsgast erzählen. Ich als langjähriges Mitglied des Trägervereins, geworden mit dem Wissen um die Notwendigkeit eines solchen Projektes, weilte erstmals vor Ort und war begeistert. Sumer  

Einige Informationen:

1.Deutsches Ringer-Museum
Bäckergasse 2
67105 Schifferstadt / Deutschland
Öffnungszeiten: jeden 1. Und 3. Sonntag im Monat
und nach Vereinbarung mit Jürgen Fouquet
Telefon: +49 6235 987 48
www.ringermuseum.de


Tabelle
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RS Kriessern10    17
RS Freiamt10    15
Willisau Lions10    14
RR Einsiedeln10    6
RR Schattdorf10    6
RR Hergiswil10    2